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Mein Serienjahr 2017: Zarah

Anhand der ZDF-Serie Zarah – Wilde Jahre konnten deutsche Serienfans in diesem Jahr – wenn sie es nicht schon wussten oder zumindest geahnt haben – einiges lernen. Zum Beispiel wie wichtig es ist, nicht nur die erste Folge einer Serie zu sehen, sondern mindestens auch die zweite. Dass man mit einer schlechten Programmplanung die Chancen einer Serie nachhaltig ruinieren kann. Und dass man dem ZDF einfach keine Serien anvertrauen darf, die über Traumschiff- und SOKO-Niveau hinausgehen.

Lernen konnte man aber auch, dass es durchaus möglich ist, in einer deutschen Serie, die keine Daily Soap oder Telenovela ist, eine sehenswerte Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen zu zeigen. Und dass man eine homosexuelle Figur – in diesem Fall sogar eine Titelfigur – erzählen kann, ohne sie auf ihre Sexualität zu reduzieren oder diese auch nur übermäßig herauszustellen.

Trotz meiner anfänglichen Skepsis und Irritationen, die man u.a. hier nachlesen kann und die sich auch bis zum Schluss nicht komplett gelegt haben, fand ich Zarah insgesamt besser, als ich nach der ersten Folge geglaubt hätte. Es ist schade, dass sich das ZDF die Chance, mal etwas anderes als den Serieneinheitsbrei zu etablieren, selbst versaut hat.

Zarah – Wilde Jahre – Staffel 1

Hier noch ein lesenswerter Artikel zum Thema:

Zarah” im ZDF: Ein vermeidbarer Fehlschlag | DWDL.de

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