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Mein Serienjahr 2017: Orange Is the New Black

Auch in diesem Jahr gab es wieder eine neue Staffel von Orange Is the new Black, die ich natürlich gesehen habe. Obwohl ein Teil der Folgen vorab von Hackern „geleakt“ wurden, bin ich zum Glück weitgehend spoilerfrei geblieben. Staffel 4 hatte ja mit einem heftigen Cliffhanger geendet und Staffel 5 hat hier nahtlos angeschlossen.

Was ich aktuell an OITNB spannend finde: Wie sehr sich die Serie inzwischen von der Ausgangsgeschichte um Piper Chapman entfernt hat. Zwar sind Piper und ihre ehemalige Ex- und gerade wieder aktuelle Freundin Alex Vause noch immer Teil der Serie und haben einige wichtige Szenen, es stehen inzwischen aber auch viele andere Figuren im Fokus. Dennoch sind es immer noch die ursprünglichen Figuren wie eben „Vauseman“, aber auch Red, Taystee oder „Crazy Eyes“, die ich am interessantesten finde. Insbesondere Taystee, gespielt von Danielle Brooks, hatte in der neuen Staffel einige sehr starke Momente.

Nun warte ich wieder gespannt auf Juni, wenn Staffel 6 veröffentlicht und der Cliffhanger von Staffel 5 aufgelöst wird. Immerhin: Die Hälfte der Wartezeit ist schon geschafft.

ORANGE IS THE NEW BLACK Season 5 Trailer

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“Call the Midwife”, “Borgen” und mehr: Serienempfehlungen zum Weltfrauentag

Heute ist der Internationale Frauentag, von einigen auch Frauenkampftag genannt. Weltweit wird jedes Jahr an diesem Tag daran erinnert, dass Frauen gegenüber Männern noch immer nicht vollständig gleichgestellt sind, dass sie weniger verdienen, geringere Aufstiegschancen haben, in einigen Teilen der Welt sogar immer noch nicht über dieselben Rechte verfügen wie Männer.

Auch in der Film- und Fernsehbranche kann von Gleichberechtigung von Mann und Frau und von der Gleichbehandlung der Geschlechter noch lange nicht die Rede sein. Vor und hinter der Kamera arbeiten mehr Männer als Frauen in verantwortlichen Positionen, häufig ist der männliche Blick ausschlaggebend dafür, was das Publikum auf der ganzen Welt auf Kinoleinwänden, Großbildfernsehern und sonstigen Bildschirmen zu sehen bekommt. Sowohl in Filmen als auch Serien sind Frauen noch allzu oft nur schmückendes Beiwerk, während der männliche Held die Handlung vorantreibt und die Welt rettet.

Es gibt aber zum Glück Ausnahmen, Filme und Serien also, in denen Frauen die Hauptfiguren, die Heldinnen sind – nicht immer strahlend, sondern auch mal tragisch, was jedoch nicht unbedingt schlecht sein muss. Aus Anlass des Weltfrauentages habe ich einige Serien ausgewählt, die ich insbesondere auch wegen ihrer interessanten Frauenfiguren schätze und daher gern weiterempfehlen möchte: Call the Midwife, Borgen, Orange Is the New Black, Agent Carter, Orphan Black und The Good Wife.

  • Call the Midwife (UK)

Die britische Serie Call the Midwife ist im Grunde DIE Frauenserie schlechthin, denn es geht um etwas spezifisch Weibliches: Schwangerschaft und Geburt.

Im Mittelpunkt von Call the Midwife steht eine Gruppe von Hebammen und Nonnen, die in einem verarmten Viertel von London Ende der 1950er bzw. Anfang der 1960er Jahre Geburtshilfe leisten und die häusliche Krankenpflege übernehmen. Die Serie basiert auf den gleichnamigen Memoiren einer britischen Krankenschwester, die in Großbritannien ein Beststeller wurden.

Auch wenn die Serie mit sehr viel Wärme erzählt wird und die Grundstimmung optimistisch ist, scheuen die Serienmacherinnen um Autorin Heidi Thomas und Produzentin Pippa Harris nicht vor ernsten Themen zurück. So werden Gewalt in der Ehe, Prostitution, Inzest, illegale Abtreibung und Alkoholismus behandelt, um nur einige zu nennen. Daneben gibt es aber auch immer wieder schöne, heitere Geschichten über Freundschaft und Liebe. Sogar die romantische Liebe zwischen Frauen wird thematisiert. In Staffel 4 erfahren die Zuschauerinnen und Zuschauer, dass Hebamme Patsy eine Beziehung mit der Krankenschwester Delia hat, die sie jedoch vor der Welt verbergen müssen.

Während Call the Midwife bei ZDFneo Ende letzten Jahres leider nur mit mäßigem Erfolg lief, ist die Serie in ihrer Heimat Großbritannien ein Hit. Das Finale der 5. Staffel, das am vergangenen Sonntag ausgestrahlt wurde, erzielte eine Traumquote und avancierte zur meistgesehenen BBC-Sendung des Jahres. Zum Glück gibt es die Serie bei uns aber auf DVD und bei verschiedenen VOD-Anbietern.

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Emmynominierungen 2015: Hauptsache Maslany

Am vergangenen Donnerstag wurden in Los Angeles die Nominierungen für die Primetime Emmy Awards 2015 bekannt gegeben. Seitdem wird in sozialen Netzwerken und auf Fanwebseiten fleißig diskutiert.

Viele Serienfans machen ihrem Unmut darüber Luft, dass die Nominierungen zu konservativ seien, dass immer nur dieselben Serien/DarstellerInnen/AutorInnen etc. nominiert würden, obwohl andere Serien- und Serienschaffende es viel mehr verdient hätten. Dabei hat natürlich jeder Serienfan unterschiedliche Favoriten, die er bzw. sie gern auf der Liste gesehen hätte. Nur eine Entscheidung wird wirklich einhellig gefeiert: Die Nominierung von Tatiana Maslany in der Kategorie “Outstanding Lead Actress in a Drama Series” für ihre Darstellung von “Sarah, Alison, Cosima, Helena, Rachel and Krystal” in der Serie Orphan Black. (Wer die Serie nicht kennt: Damit hat die Academy noch nicht einmal alle der von Tatiana Maslany in der Serie dargestellten Figuren aufgezählt.)


Als Orphan Black-Fan habe ich ebenfalls über die Nominierung von Tatiana Maslany gejubelt. Ansonsten fällt es mir allerdings eher schwer, mir zu den Nominierungen eine Meinung zu bilden. Mein Seriengeschmack ist mit dem, was die Mitglieder der Television Academy für nominierungs- und preiswürdig erachten, nämlich nicht sehr kompatibel. Soll heißen: Ich gucke die meisten der nominierten Serien nicht, selbst wenn ich die Möglichkeit dazu habe.

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Ein Sommer voller Serien?!

Wie mich der Sommer (nicht) vom Seriengucken abhält

Version 2Im Sommer seinen regulären Serienkonsum aufrechtzuerhalten ist auch für einen Serienjunkie wie mich gar nicht so einfach. Das schöne Wetter führt zu schlechtem Gewissen – hey, wenn hier mal die Sonne scheint, dann muss man auch raus! – und schon sitzt man auf dem Balkon oder am Strand anstatt auf dem Sofa vor dem Fernseher.

Wie gut, dass man sich hier in Norddeutschland darauf verlassen kann, dass es doch ab und an mal regnet. Vergangenes Wochenende konnte ich den verregneten Sonntag nämlich nutzen, um ein wenig zu “bingen” und bei Netflix endlich die dritte Staffel von Orange Is the New Black und die erste (?) Staffel von Sense8 zu Ende zu gucken.

Im Hinblick auf OITNB ist es vielleicht ein wenig erstaunlich, dass ich so lange gebraucht habe, insbesondere angesichts der Tatsache, wie sehr ich mich auf die dritte Staffel gefreut hatte. Aber zum einen wollte ich mir den Genuss ein wenig einteilen – die vierte Staffel wird zwar schon produziert, es wird aber sicherlich noch ein wenig dauern, bis sie veröffentlicht wird. Zum anderen habe ich irgendwie zwischendrin den Faden verloren. Was mir ein wenig fehlte, war ein Spannungsbogen, der mich dazu gebracht hätte, immer weiter und weiter gucken zu wollen. Die Staffel plätscherte irgendwie so dahin, für mein Gefühl wurden zu viele Geschichten erzählt, ohne einen klaren Fokus. Nicht falsch verstehen: Ich liebe die Serie immer noch und allein die letzte Folge hat für mich einiges wieder wettgemacht, so dass ich Staffel 4 ungeduldig und gespannt erwarte. Dennoch hoffe ich, dass die neue Staffel ein wenig fokussierter sein wird.

Auch zu Sense8 ließe sich viel schreiben, die Serie ist in mehrerer Hinsicht innovativ und allein schon deshalb interessant. Und vielleicht widme ich ihr auch noch einen eigenen Blogbeitrag. Einstweilen verweise ich aber auf Charlys Beitrag bei Kweens: Lovely Saturday – Sense8 | Kweens

Selbst wenn ich jetzt hinter zwei Serien auf meiner Serienliste zunächst einen Haken machen kann, wird mir bestimmt nicht langweilig. Gerade auf der Liste ganz nach oben gerückt: The 100. Worum es in der Science-Fiction-Serie geht, kann man u.a. bei ProSieben nachlesen, wo sie ab dem 22.7. zu sehen sein wird. Was ich an der Serie spannend finde, kann ich noch gar nicht so genau sagen. Eine Freundin meinte dazu, dass es in den ersten Folgen ein wenig sehr “Herr der Fliegen” sei, dann aber richtig gut werde. Bei mir haben wohl vor allem die interessanten Frauenfiguren ihren Teil dazu beigetragen, dass ich mit Staffel 1 fast durch bin.

Außerdem ganz frisch auf meiner Serienliste: Jane the Virigin. Warum, das habe ich hier aufgeschrieben: TV-Tipp: „Jane the Virgin“ bei sixx. Nicht anfreunden konnte ich mich dagegen mit der Serie You’re the Worst, die am selben Tag bei sixx gestartet ist und die u.a. die Serienkolumnistin Ulrike Klode empfohlen hatte. Vielleicht, weil ich es gerade geschafft habe, meinen eigenen Zynismus größtenteils abzulegen und daher mit dem Zynismus der Figuren nicht viel anfangen kann. Da passt eine rosafarbenen Telenovela derzeit einfach besser.

Was steht denn bei euch so auf der Serienliste?