Meine Serienwoche: The Good Fight, Call the Midwife & mehr

Ich hatte in dieser Woche ein bisschen mehr Zeit zum Seriengucken und habe sie genutzt. Unter anderem habe ich mich mit Begeisterung auf die 2. Staffel von “The Good Fight” gestürzt und es endlich geschafft, Staffel 7 von “Call the Midwife” zu Ende zu gucken. Außerdem haben mich u.a. “Lucifer”, “Westworld” und “The Bold Type” beschäftigt.

The Good Fight

Staffel 2 von The Good Fight wird seit dieser Woche beim PayTV-Sender Fox gezeigt (zu empfangen u.a. mit Sky Ticket). In den USA liefen die neuen Folgen im Frühjahr, allerdings habe ich bewusst wenig darüber gelesen, weil ich nicht gespoilert werden wollte. Was ich jedoch weiß ist, dass die 2. Staffel wohl so gut angekommen sein muss, dass die Serie bereits um eine 3. Staffel verlängert wurde. Und das kann ich, gemessen an den ersten beiden Folgen, gut nachvollziehen.

Dabei war die erste Folge für mich eine typische Auftaktfolge, in der die wichtigsten Handlungsstränge vorgestellt wurden, die in der Staffel (voraussichtlich) eine Rolle spielen werden, während es in Folge 2 ans Eingemachte ging: Die Gerichtsverhandlung von Maia, der vorgeworfen wird, von den Betrügereien ihres Vaters gewusst zu haben. Diese Art von Folgen, in denen es um bestimmte Fälle und deren Austragung vor Gericht geht, fand ich schon bei The Good Wife immer großartig und so ging es mir auch bei dieser Folge. Das lag weniger an der Figur Maia, mit der ich in der gesamten ersten Staffel nicht warm geworden bin und mit der ich immer noch nicht viel anfangen kann, als vielmehr an den Frauen an ihrer Seite: Lucca, Diane und Marissa.

Besonders spannend fand ich zudem bereits in den ersten beiden Folgen die Dynamik zwischen Diane Lockhart und Liz Lawrence, die nach dem Tod ihres Vaters Carl Reddick als neue Partnerin in die Kanzlei Reddick, Boseman & Lockhart eintritt. Dabei ist nicht ganz klar, welches Spiel Liz spielt, insbesondere auch im Hinblick auf Diane. Audra MacDonald als Liz ist ein wirklicher Gewinn für die Serie. Und Christine Baranski als Diane Lockhart ist und bleibt einfach nur großartig.

Call the Midwife

In dieser Woche habe ich es endlich geschafft, die aktuelle Staffel von Call the Midwife zu Ende zu gucken, obwohl die DVD-Box schon seit einigen Wochen bei mir liegt. Aber Call the Midwife gehört für mich zu den Serien, die ich nicht einfach zwischendurch mal so durchgucken kann, sondern für die ich mir Zeit nehme und Ruhe benötige. Denn diese Serie geht unter die Haut.

Weiterlesen

“Doctor Who” Staffel 1: Liebe auf den zweiten Blick

Die britische Science Fiction-Serie “Doctor Who” gehört seit einigen Jahren zu meinen Lieblingsserien. Allerdings war es keine Liebe auf den ersten Blick. Ein paar Notizen zu Staffel 1.

Die TARDIS des Doctors

Vor einigen Monaten habe ich hier im Blog angekündigt, dass ich regelmäßig etwas über Doctor Who schreiben möchte, weil ich die Serie gerade noch einmal gucke und mir jede Menge Notizen mache. Hier kommt nun endlich der erste Beitrag zur Artikelserie. Darin geht es um Staffel 1. Wer zunächst einmal mehr über die Hintergründe der Serie erfahren möchte, dem empfehle ich den bereits erwähnten Intro-Artikel zu dieser Artikelserie.

If at first you don’t succeed…

Bereits im Intro-Artikel habe ich unter anderem beschrieben, dass ich zwei Anläufe brauchte, um mit Doctor Who warm zu werden. Erst, als ich beim zweiten Versuch nicht nur die Pilotfolge schaute, sondern sofort Folge 2 hinterher, klappte es mit dem Weitergucken.

Auch als ich Staffel 1 vergangenes Jahr noch einmal geguckt habe, bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass Folge 1 definitiv nicht zu meinen Favoriten gehört. Das mag viele Gründe haben. Anders als in der zweiten Folge lernt man zum Beispiel in der Pilotfolge die TARDIS – das Transportmittel des Doctors – nicht wirklich in Aktion kennen, d.h. er reist weder durchs Weltall noch durch die Zeit. Diese Science Fiction-Elemente fehlten mir wohl einfach. Außerdem ist die TARDIS fast wie eine eigenständige Figur in DoctorWho, was in der Pilotfolge der neuen Staffel nicht deutlich wird, wenn man die ursprüngliche Serie nicht kennt.

Weiterlesen

Frohes neues Serienjahr 2018

Das neue Jahr ist schon einige Tage alt, ich möchte trotzdem an dieser Stelle noch einmal allen Leser*innen dieses Blogs ein frohes neues Jahr wünschen! Möge 2018 ein Jahr werden, auf das wir im Nachhinein gerne zurückblicken – auch, was Serien angeht.

Wie im vergangenen Jahr möchte ich das Serienjahr 2018 mit einer persönlichen Vorschau beginnen: Auf welche Serien freue ich mich oder bin gespannt, bei welchen bin ich eher ein wenig skeptisch und von welchen muss ich leider Abschied nehmen.

Das fängt ja gut an

Ein erstes Highlight gibt es bereits im Januar: die neuen Folgen von One Day at a Time. Diese Sitcom hatte ich Anfang des vergangenen Jahres gar nicht auf dem Schirm, aber sie stellte einen tollen Einstieg in das Serienjahr dar und wurde zu meiner liebsten neuen Serie 2017. Über die Gründe habe ich vor einigen Wochen hier etwas geschrieben: Mein Serienjahr 2017: Meine zwei liebsten neuen Serien. Staffel 2 ist für den 26. Januar angekündigt. Der erste Trailer, der vor einigen Tagen veröffentlich wurde, verstärkt meine Vorfreude noch.

Ebenfalls voraussichtlich in den ersten Wochen des neuen Jahres wird es neue Folgen von Call the Midwife geben. Ein genaues Datum, wann die Ausstrahlung von Staffel 7 beginnen wird, wurde allerdings noch nicht bekannt gegeben. Auf Call the Midwife habe ich mich in den vergangenen Jahren immer sehr gefreut, in diesem Jahr bin ich ein wenig zurückhaltend. Meine beiden Lieblingsfiguren, Patsy Mount und Delia Busby, werden in den neuen Folgen nicht nur nicht dabei sein. Im Weihnachtsspecial wurde ihre Abwesenheit wohl nicht einmal erklärt. Das Special konnte ich noch nicht sehen, weil es bei den Streaming Services meiner Wahl bisher nicht verfügbar ist. Hoffentlich ändert sich das, sobald der Starttermin für die 7. Staffel feststeht. Gucken werde ich diese auf jeden Fall, denn wie ich im Jahresrückblick 2017 über “CtM” geschrieben habe, ist es einfach eine schöne Serie.

Weiterlesen

Mein Serienjahr 2017: Fazit – und einige Wünsche für 2018

In den vergangenen Wochen habe ich viel über Serien geschrieben, die ich in diesem Jahr gesehen habe. Das waren deutlich mehr, als ich Anfang des Jahres erwartet hatte, und trotzdem bei Weitem nicht alle, die ich gern gesehen hätte. Was ich ebenfalls im Januar geahnt habe: Wie schwer es sein würde zu entscheiden, welchen neuen Serien ich eine Chance gebe bzw., insbesondere aus zeitlichen Gründen, überhaupt geben kann. Das wird im kommenden Jahr ganz sicher nicht anders werden. Natürlich ist das ein Luxusproblem, denn die aktuelle Serienvielfalt ist großartig. Trotzdem finde ich es manchmal ein bisschen schade.

Was ich 2017 spannend zu beobachten fand war, wie viel wichtiger die Verantworlichen in Sendern und Produktionsfirmen Fanreaktionen nehmen. Massive Fanproteste haben Netflix dazu gebracht, der eigentlich schon abgesetzten Serie Sense8 noch ein Finale zu spendieren. Bei der Verlängerung von Wynonna Earp um eine dritte Staffel, die aufgrund der Einschaltquoten alles andere als sicher war, spielte auch eine Rolle, dass die Serie so begeisterte und leidenschaftliche Fans hat. Und als im Sommer die Serie Orphan Black endete, widmete die New York Times der Fangemeinde, dem sogenannten “Clone Club”, gleich einen ganzen Artikel: “Forget Ratings.‘Orphan Black’ Had the #CloneClub.”

In Sachen Sichtbarkeit von LGBTQ* setzte sich bei Serien insbesondere aus den USA und Kanada der positive Trend fort, dass mehr und mehr lesbische, schwule, bi- und transsexuelle sowie inzwischen sogar nicht-binäre Figuren zu sehen sind, und zwar in immer wichtigeren Rollen. Auch aus den massiven Fanprotesten des Jahres 2016 unter dem Motto “LGBT Fans Deserve Better”, als viele Zuschauer*innen insbesondere beklagten, dass unverhältnismäßig viele lesbische und bisexuelle Frauenfiguren den Serientod sterben müssen, scheinen die Verantwortlichen in den USA gelernt zu haben. Deutsche Serien hinken in Sachen Vielfalt sowie bei der Vermeidung von Klischees leider noch immer deutlich hinterher. Immerhin gab es mit Zarah hier einen gewissen Lichtblick, und auch bei Dark wurde zum Ende von Staffel 1 eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen angedeutet.

Was mich zu meinen Wünschen für 2018 bringt. Einer ist nämlich, dass die Geschichte zwischen Angnes Nielsen und Doris Tiedemann in Dark weitererzählt wird, oder dass zumindest Antje Traue als Agnes in Staffel 2 wieder dabei ist. Einige weitere:

  • Supergirl ohne Mon-El,
  • dass Alex Danvers wieder glücklich verliebt ist,
  • eine 2. Staffel von Julie’s Greenroom und eine 3. Staffel von One Mississippi,
  • dass Nomi und Amanita im Finale von Sense8 heiraten,
  • eine Zukunft für Kat und Adena in The Bold Type,
  • dass die Einschaltquoten für die 3. Staffel von Wynonna Earp so gut sind, dass die Fans nicht um eine Verlängerung bangen müssen,
  • natürlich, wie immer, mehr Vielfalt und weniger Klischees in deutschen Serien und
  • ganz viele tolle neue Serien, insbesondere welche mit spannenden und interessanten Frauenfiguren, und ausreichend Zeit, sie zu gucken.

Dies ist der letzte Beitrag für 2017. Ich bedanke mich bei allen, die mich in den letzten Wochen auf dem Ausflug durch mein Serienjahr 2017 begleitet haben, für alle “Gefällt mir”-Klicks, Herzchen, Retweets und Kommentare. Guten Rutsch!

Mein Serienjahr 2017: Meine 10 Lieblingsserien

Wer meine Beiträge bei Tumblr und Facebook den Dezember über verfolgt hat, wird bereits einen Eindruck davon bekommen haben, welche Serien ich besonders toll fand. Weil “Best of”-Listen zum Jahresende aber immer sehr angesagt sind, habe ich als vorletzten Beitrag für 2017 noch einmal meine “Top Ten”, mein 10 Lieblingsserien 2017 aufgelistet.

Auswahl und Reihenfolge sind, wie bei solchen Aufzählungen üblich, total subjektiv. Und natürlich stehen nur Serien auf der Liste, die ich auch gesehen habe. Das waren 2017 zwar viele, aber leider nicht alle, von denen mir im Laufe des Jahres vorgeschwärmt wurde. Bei der Zusammenstellung bin ich vor allem danach gegangen, welche Serien mir am meisten Spaß gemacht, mich unterhalten, gefesselt, fasziniert und auf andere Weise besonders angesprochen haben. Entscheidend war dabei nicht nur das Geschehen auf dem Bildschirm, sonder auch das “Drumherum”. Das zeigt sich besonders gut an meiner Nummer 1. Nicht immer bezieht sich meine Einschätzung zudem unbedingt auf die aktuellste Staffel. Bei meiner Nummer 9 habei ich 2017 viele alte Folgen “gebinged”, die ich zum Teil besser fand als die Staffel, die 2017 veröffentlicht wurde.

Da ich über alle Serien im Dezember bzw. teilweise auch schon früher geschrieben habe, verlinke ich einfach auf die jeweiligen Beiträge. Nur zu meiner Nummer 1 schreibe ich am Schluss noch ein bisschen mehr – auch, weil es sicher einige Leser*innen gibt, die sich ein bisschen darüber wundern werden.

Hier ist aber zunächst die gesamte Liste, rückwärts gezählt von Platz 10:

  1. Dark
  2. Doctor Who
  3. This Is Us
  4. Julie’s Greenroom
  5. One Mississippi
  6. The Good Fight
  7. The Bold Type
  8. One Day at a Time
  9. The Good Place
  10. Wynonna Earp

Warum ist Wynonna Earp meine Lieblingsserie 2017? (Spoiler Staffel 2!)

Weil die Serie Spaß macht. Weil es tolle Frauenfiguren gibt. Weil sie engagierte Fans hat. Weil Cast und Crew nah dran sind an den Fans und diese ernst nehmen, allen voran Showrunnerin Emily Andras. Weil Emily Andras trotzdem nicht vergessen hat, dass zu einer interessanten Geschichte auch Konflikte und Spannungen gehören und dafür auch mal den Unmut von “Shippern” in Kauf nimmt. Natürlich wegen WayHaught, dem Frauenpaar Waverly Earp und Nicole Haught, deren Romanze in Staffel 2 zur zentralen Liebesgeschichte der Serie wurde. Und last but not least: Weil das Team um Emily Andras es geschafft hat, eine Situation, die enorme Schwierigkeiten für die Produktion hätte bedeuten können, so in die Serie einzubauen, dass sie die Geschichte und die Entwicklung der Figuren, insbesondere Wynonna, letztlich sogar deutlich vorangebracht hat. Die Schwangerschaft von Hauptdarstellerin Melanie Scrofano wurde so nicht zu einem Dilemma, sondern entpuppte sich im Nachhinein als Glücksfall für die Serie.

Das war der vorletzte Beitrag über mein Serienjahr 2017. Morgen ziehe ich noch einmal ein etwas allgemeineres Fazit – was gab es sonst noch, was war gut, was war schlecht – und äußere außerdem ein paar Wünsche für das Serienjahr 2018.