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Mein Serienjahr 2017: Ellen – The Puppy Episode

Ende April dieses Jahres habe ich eine kleine Zeitreise gemacht. Zum Glück musste ich dabei nicht, wie in Dark, durch dunkle Höhlen kriechen und brauchte dafür auch weder die TARDIS von Doctor Who noch die Waverider der Legends of Tomorrow – obwohl ich gegen einen Ausflug mit Captain Sara Lance natürlich nichts einzuwenden hätte. Ich legte einfach eine DVD ein und befand mich plötzlich wieder im Jahr 1997, in meiner Studentenbude in Göttingen, und auf meinem kleinen Röhrenfernseher outete Ellen DeGeneres sowohl sich selbst als auch ihre Serienfigur Ellen Morgan als lesbisch.

Über die Bedeutung von Ellens Coming-out auch für mich persönlich habe ich vor einiger Zeit schon mal einen Blogbeitrag geschrieben:

#ComingOutDay: Ellen Morgans Coming-out in der Fernsehserie “Ellen”

Zum Jubiläum habe ich mir nicht nur Ellens Coming-out-Interview mit Oprah Winfrey noch einmal angeschaut, sondern auch die berühmte Puppy Episode, also die Doppelfolge der Serie Ellen, in der Ellen Morgan erkennt, dass sie Frauen liebt. Und stellte fest, dass ich beides sogar 20 Jahre später noch stellenweise mitsprechen kann, weil ich es so oft gesehen habe. Ich konnte mich auch wieder sehr gut daran erinnern, wie ich mich damals gefühlt habe: total verwirrt, aber gleichzeitig wahnsinnig aufgeregt. Es war eine tolle Zeitreise, die mich in einer der wichtigsten Phasen meines Lebens zurückversetzt hat und zu einer der für mich wichtigsten Szenen in einer Fernsehserie.

Ellen – Susan, I’m gay.

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Mein Serienjahr 2017: Dark

Als bekennender und bekannter Serienjunkie bin ich meistens diejenige, die anderen bestimmte Serien ans Herz legt. In den letzten Wochen war es allerdings andersherum: Ein Kollege hat mich so lange bequatscht, bis ich außerplanmäßig die deutsche Netflix-Produktion Dark ganz oben auf meine Serienliste gesetzt und sie noch im Dezember “gebinged” habe.

Die Serie wollte ich zwar sowieso gucken, hatte sie aber gedanklich schon ins nächste Jahr verschoben. Nun kann ich sie aber immerhin noch in meinen “Ich schreibe über Serien”-Jahresendspurt aufnehmen. Und da hat sie sich einen Platz redlich verdient.

Im neuen Jahr schreibe ich vielleicht noch einen längeren Beitrag über Dark, im alten fasse ich mich kurz: Richtig gut gemacht und ich freue mich, dass es eine zweite Staffel geben wird.

DARK Trailer 2

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Mein Serienjahr 2017: “Legends of Tomorrow”

Eine Serie, die mich immer wieder positiv überrascht, ist Legends of Tomorrow.

Sie war die erste Serie aus dem sogenannten “Arrowverse”, die ich so unterhaltsam fand, dass ich nicht bereits in der ersten Staffel aufgehört habe zu gucken, wie dies bei Arrow und The Flash der Fall war. In Staffel 2 hat mich vor allem die Entwicklung von Sara Lance alias “White Canary” erstaunt. Nicht nur, dass man sie als eine von ursprünglich nur zwei Frauen im Team zum Captain gemacht hat, es wird auch immer wieder gezeigt, dass sie diese Funktion innehat, weil sie am geeignetsten dafür ist. Sie ist die unangefochtene Anführerin der “Legends” und wird von den anderen Teammitgliedern in dieser Funktion nicht nur akzeptiert, sondern respektiert. In Staffel 2 wurde zudem noch stärker als in der ersten Staffel deutlich, dass Sara sich auch zu Frauen hingezogen fühlt.

In der aktuell laufenden dritten Staffel hat man es nun durch eine geschickte Wendung, die schon am Ende von Staffel 2 angelegt wurde, geschafft, dem Team eine neue Aufgabe zu geben, die Stoff für gleich mehrere weitere Staffeln bieten kann, und die Serie damit quasi neu aufzustellen. Zudem wurden einige neue, interessante Frauenfiguren eingeführt. Bei all den Veränderungen wurde jedoch zum Glück der humorvolle Ton beibehalten, der für mich ein wichtiges Merkmal der Serie ist und der dazu beiträgt, dass ich LoT auch in Staffel 3 nach wie vor sehr sehenswert finde.

DC’s Legends of Tomorrow Season 3 Comic-Con Trailer

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Mein Serienjahr 2017: Das zehnte Köngreich

Eine Serie, die ich immer mit Weihnachten und der Zeit zwischen den Jahren verbinde, ist Das zehnte Königreich. Das liegt daran, dass ich die Fantasy-Miniserie zum ersten Mal gesehen habe, als sie Ende 2001 als Teil des Feiertagsprogramms bei RTL gezeigt wurde. Irgendwann habe ich dann eine Wiederholung aufgenommen und diese immer mal wieder zwischen den Jahren geguckt. Jetzt habe ich mir The 10th Kingdom, so der Originaltitel, endlich auf DVD zugelegt und das Serienprogramm für die nächsten Tage steht somit fest. 🙂

The 10th Kingdom

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Mein Serienjahr 2017: Call the Midwife

Heute Abend läuft in Großbritannien die Weihnachtsfolge von Call the Midwife. Wie schon in den vergangenen Jahren freue ich mich darauf, die Freude ist aber ein wenig getrübt, denn zwei meiner Lieblingsfiguren werden wohl nicht dabei sein: Patsy Mount und Delia Busby. Das ist umso enttäuschender, als beide schon im letzten Weihnachtsspecial kaum eine Rolle spielten und die Figur Patsy in der sechsten Staffel, die Anfang 2017 ausgestrahlt wurde, ebenfalls nur für wenige Folgen dabei war. Das lag vor allem daran, dass Schauspielerin Emerald Fennell anderweitig eingebunden war, was auch der Grund sein dürfte, warum sie die Serie nun endgültig verlassen hat. Mit ihr ist leider auch “Delia” Kate Lamb aus CtM ausgestiegen.

Immerhin: So wenig sie in Staffel 6 auch präsent waren, umso mehr wurde unterstrichen, wie sehr sie sich lieben. Schön fand ich auch, dass es nicht zum Skandal wurde, als eine Kollegin zufällig entdeckte, dass die beiden ein Paar sind – obwohl dies in den 1960er Jahren, in denen die Serie spielt, ja tatsächlich noch sehr verpönt war. Stattdessen entpuppte Phyllis sich sogar als Stütze für Delia, als Patsy nach Hongkong zu ihrem im Sterben liegenden Vater reisen musste. Und es gab ein Happy End. Nachdem Fans sich schon lange darüber beschwert hatten, dass zwischen den beiden nie ein Kuss zu sehen war, durften die beiden sich nach Patsys überraschender Rückkehr aus Hongkong im Staffelfinale endlich auch auf dem Bildschirm küssen.

Ich werde Call the Midwife auch ohne Patsy und Delia weitergucken, so wie ich es auch schon geguckt habe, bevor die beiden in der dritten bzw. vierten Staffel zum Ensemble gestoßen sind. Die Serie ist nämlich einfach schön. Aber ich werde sie vermissen.

patsy & delia | certain things

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Mein Serienjahr 2017: Julie’s Greenroom

Eine weitere Serie, die mich in diesem Jahr begeistert hat, ist die Netflix-Produktion Julie’s Greenroom. Das wird manche vielleicht etwas überraschen, denn Julie’s Greenroom ist eine Kinderserie. Was sie auch für Erwachsene sehenswert macht, habe ich in einem Blogartikel aufgeschrieben. Spoiler: Ja, es hat auch etwas mit der wunderbaren Julie Andrews zu tun, aber nicht nur.