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Meine Serienwoche: Babylon Berlin und Everything Sucks

Wochenende! Ich habe es in dieser Woche endlich geschafft, die zweite Staffel von Babylon Berlin zu Ende zu gucken, mit der ich leider nicht richtig warm geworden bin. Und die letzten beiden Folgen waren irgendwie… irritierend. Trotzdem kann ich nur empfehlen, zumindest mal reinzuschauen, wenn man die Gelegenheit hat – spätestens also, wenn die Serie im Herbst im Ersten läuft.

Welche Serie ich dagegen sehr unterhaltsam und wirklich charmant fand und mit der ich deshalb auch deutlich schneller durch war, ist Everything Sucks! Spielt an einer High School in den 1990er Jahren in einem kleinen Ort in den USA, adressiert aber sehr universelle Themen des Erwachsenwerdens wie auch des Erwachsenseins.

EVERYTHING SUCKS! Official Trailer (2018)

Bei mir steht an diesem Wochenende allerdings mal keine Serie, sondern ein Film ganz oben auf der Watchlist: Annihilation (oder auf Deutsch: Auslöschung). Gibt’s bei Netflix (ebenso übrigens wie “Everything Sucks!”) und ich habe so viele positive Reaktionen gelesen, so dass ich sehr gespannt bin. Und was steht bei euch so an?

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Serientipp: The Marvelous Mrs. Maisel

Wer am Wochenende ein wenig Zeit zum Fernsehen und Zugriff auf Amazon Prime hat, dem schlage ich vor, mal in The Marvelous Mrs. Maisel reinzuschauen. Ich fand die Serie sehr unterhaltsam, aber mit Tiefgang und spannenden, toll erzählten und gespielten Figuren. Es geht um zwischenmenschliche Beziehungen und vor allem um eine Frau, die schlagfertig und witzig ist und die versucht, sich einen Platz in einer Männerdomäne zu erobern. Ein weiteres Plus: Die großartige Musikuntermalung, die u.a. mein Barbra Streisand-Fanherz mehr als einmal hat höher schlagen lassen. Die Serie wurde am vergangenen Wochenende mit zwei Golden Globes ausgezeichnet, u.a. für Hauptdarstellerin Rachel Brosnahan – sehr verdient, wie ich finde.

The Marvelous Mrs. Maisel Season 1 – Official Trailer

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Frohes neues Serienjahr 2018

Das neue Jahr ist schon einige Tage alt, ich möchte trotzdem an dieser Stelle noch einmal allen Leser*innen dieses Blogs ein frohes neues Jahr wünschen! Möge 2018 ein Jahr werden, auf das wir im Nachhinein gerne zurückblicken – auch, was Serien angeht.

Wie im vergangenen Jahr möchte ich das Serienjahr 2018 mit einer persönlichen Vorschau beginnen: Auf welche Serien freue ich mich oder bin gespannt, bei welchen bin ich eher ein wenig skeptisch und von welchen muss ich leider Abschied nehmen.

Das fängt ja gut an

Ein erstes Highlight gibt es bereits im Januar: die neuen Folgen von One Day at a Time. Diese Sitcom hatte ich Anfang des vergangenen Jahres gar nicht auf dem Schirm, aber sie stellte einen tollen Einstieg in das Serienjahr dar und wurde zu meiner liebsten neuen Serie 2017. Über die Gründe habe ich vor einigen Wochen hier etwas geschrieben: Mein Serienjahr 2017: Meine zwei liebsten neuen Serien. Staffel 2 ist für den 26. Januar angekündigt. Der erste Trailer, der vor einigen Tagen veröffentlich wurde, verstärkt meine Vorfreude noch.

Ebenfalls voraussichtlich in den ersten Wochen des neuen Jahres wird es neue Folgen von Call the Midwife geben. Ein genaues Datum, wann die Ausstrahlung von Staffel 7 beginnen wird, wurde allerdings noch nicht bekannt gegeben. Auf Call the Midwife habe ich mich in den vergangenen Jahren immer sehr gefreut, in diesem Jahr bin ich ein wenig zurückhaltend. Meine beiden Lieblingsfiguren, Patsy Mount und Delia Busby, werden in den neuen Folgen nicht nur nicht dabei sein. Im Weihnachtsspecial wurde ihre Abwesenheit wohl nicht einmal erklärt. Das Special konnte ich noch nicht sehen, weil es bei den Streaming Services meiner Wahl bisher nicht verfügbar ist. Hoffentlich ändert sich das, sobald der Starttermin für die 7. Staffel feststeht. Gucken werde ich diese auf jeden Fall, denn wie ich im Jahresrückblick 2017 über “CtM” geschrieben habe, ist es einfach eine schöne Serie.

“Frohes neues Serienjahr 2018” weiterlesen

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Mein Serienjahr 2017: Fazit – und einige Wünsche für 2018

In den vergangenen Wochen habe ich viel über Serien geschrieben, die ich in diesem Jahr gesehen habe. Das waren deutlich mehr, als ich Anfang des Jahres erwartet hatte, und trotzdem bei Weitem nicht alle, die ich gern gesehen hätte. Was ich ebenfalls im Januar geahnt habe: Wie schwer es sein würde zu entscheiden, welchen neuen Serien ich eine Chance gebe bzw., insbesondere aus zeitlichen Gründen, überhaupt geben kann. Das wird im kommenden Jahr ganz sicher nicht anders werden. Natürlich ist das ein Luxusproblem, denn die aktuelle Serienvielfalt ist großartig. Trotzdem finde ich es manchmal ein bisschen schade.

Was ich 2017 spannend zu beobachten fand war, wie viel wichtiger die Verantworlichen in Sendern und Produktionsfirmen Fanreaktionen nehmen. Massive Fanproteste haben Netflix dazu gebracht, der eigentlich schon abgesetzten Serie Sense8 noch ein Finale zu spendieren. Bei der Verlängerung von Wynonna Earp um eine dritte Staffel, die aufgrund der Einschaltquoten alles andere als sicher war, spielte auch eine Rolle, dass die Serie so begeisterte und leidenschaftliche Fans hat. Und als im Sommer die Serie Orphan Black endete, widmete die New York Times der Fangemeinde, dem sogenannten “Clone Club”, gleich einen ganzen Artikel: “Forget Ratings.‘Orphan Black’ Had the #CloneClub.”

In Sachen Sichtbarkeit von LGBTQ* setzte sich bei Serien insbesondere aus den USA und Kanada der positive Trend fort, dass mehr und mehr lesbische, schwule, bi- und transsexuelle sowie inzwischen sogar nicht-binäre Figuren zu sehen sind, und zwar in immer wichtigeren Rollen. Auch aus den massiven Fanprotesten des Jahres 2016 unter dem Motto “LGBT Fans Deserve Better”, als viele Zuschauer*innen insbesondere beklagten, dass unverhältnismäßig viele lesbische und bisexuelle Frauenfiguren den Serientod sterben müssen, scheinen die Verantwortlichen in den USA gelernt zu haben. Deutsche Serien hinken in Sachen Vielfalt sowie bei der Vermeidung von Klischees leider noch immer deutlich hinterher. Immerhin gab es mit Zarah hier einen gewissen Lichtblick, und auch bei Dark wurde zum Ende von Staffel 1 eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen angedeutet.

Was mich zu meinen Wünschen für 2018 bringt. Einer ist nämlich, dass die Geschichte zwischen Angnes Nielsen und Doris Tiedemann in Dark weitererzählt wird, oder dass zumindest Antje Traue als Agnes in Staffel 2 wieder dabei ist. Einige weitere:

  • Supergirl ohne Mon-El,
  • dass Alex Danvers wieder glücklich verliebt ist,
  • eine 2. Staffel von Julie’s Greenroom und eine 3. Staffel von One Mississippi,
  • dass Nomi und Amanita im Finale von Sense8 heiraten,
  • eine Zukunft für Kat und Adena in The Bold Type,
  • dass die Einschaltquoten für die 3. Staffel von Wynonna Earp so gut sind, dass die Fans nicht um eine Verlängerung bangen müssen,
  • natürlich, wie immer, mehr Vielfalt und weniger Klischees in deutschen Serien und
  • ganz viele tolle neue Serien, insbesondere welche mit spannenden und interessanten Frauenfiguren, und ausreichend Zeit, sie zu gucken.

Dies ist der letzte Beitrag für 2017. Ich bedanke mich bei allen, die mich in den letzten Wochen auf dem Ausflug durch mein Serienjahr 2017 begleitet haben, für alle “Gefällt mir”-Klicks, Herzchen, Retweets und Kommentare. Guten Rutsch!

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Mein Serienjahr 2017: Meine 10 Lieblingsserien

Wer meine Beiträge bei Tumblr und Facebook den Dezember über verfolgt hat, wird bereits einen Eindruck davon bekommen haben, welche Serien ich besonders toll fand. Weil “Best of”-Listen zum Jahresende aber immer sehr angesagt sind, habe ich als vorletzten Beitrag für 2017 noch einmal meine “Top Ten”, mein 10 Lieblingsserien 2017 aufgelistet.

Auswahl und Reihenfolge sind, wie bei solchen Aufzählungen üblich, total subjektiv. Und natürlich stehen nur Serien auf der Liste, die ich auch gesehen habe. Das waren 2017 zwar viele, aber leider nicht alle, von denen mir im Laufe des Jahres vorgeschwärmt wurde. Bei der Zusammenstellung bin ich vor allem danach gegangen, welche Serien mir am meisten Spaß gemacht, mich unterhalten, gefesselt, fasziniert und auf andere Weise besonders angesprochen haben. Entscheidend war dabei nicht nur das Geschehen auf dem Bildschirm, sonder auch das “Drumherum”. Das zeigt sich besonders gut an meiner Nummer 1. Nicht immer bezieht sich meine Einschätzung zudem unbedingt auf die aktuellste Staffel. Bei meiner Nummer 9 habei ich 2017 viele alte Folgen “gebinged”, die ich zum Teil besser fand als die Staffel, die 2017 veröffentlicht wurde.

Da ich über alle Serien im Dezember bzw. teilweise auch schon früher geschrieben habe, verlinke ich einfach auf die jeweiligen Beiträge. Nur zu meiner Nummer 1 schreibe ich am Schluss noch ein bisschen mehr – auch, weil es sicher einige Leser*innen gibt, die sich ein bisschen darüber wundern werden.

Hier ist aber zunächst die gesamte Liste, rückwärts gezählt von Platz 10:

  1. Dark
  2. Doctor Who
  3. This Is Us
  4. Julie’s Greenroom
  5. One Mississippi
  6. The Good Fight
  7. The Bold Type
  8. One Day at a Time
  9. The Good Place
  10. Wynonna Earp

Warum ist Wynonna Earp meine Lieblingsserie 2017? (Spoiler Staffel 2!)

Weil die Serie Spaß macht. Weil es tolle Frauenfiguren gibt. Weil sie engagierte Fans hat. Weil Cast und Crew nah dran sind an den Fans und diese ernst nehmen, allen voran Showrunnerin Emily Andras. Weil Emily Andras trotzdem nicht vergessen hat, dass zu einer interessanten Geschichte auch Konflikte und Spannungen gehören und dafür auch mal den Unmut von “Shippern” in Kauf nimmt. Natürlich wegen WayHaught, dem Frauenpaar Waverly Earp und Nicole Haught, deren Romanze in Staffel 2 zur zentralen Liebesgeschichte der Serie wurde. Und last but not least: Weil das Team um Emily Andras es geschafft hat, eine Situation, die enorme Schwierigkeiten für die Produktion hätte bedeuten können, so in die Serie einzubauen, dass sie die Geschichte und die Entwicklung der Figuren, insbesondere Wynonna, letztlich sogar deutlich vorangebracht hat. Die Schwangerschaft von Hauptdarstellerin Melanie Scrofano wurde so nicht zu einem Dilemma, sondern entpuppte sich im Nachhinein als Glücksfall für die Serie.

Das war der vorletzte Beitrag über mein Serienjahr 2017. Morgen ziehe ich noch einmal ein etwas allgemeineres Fazit – was gab es sonst noch, was war gut, was war schlecht – und äußere außerdem ein paar Wünsche für das Serienjahr 2018.

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Mein Serienjahr 2017: Ellen – The Puppy Episode

Ende April dieses Jahres habe ich eine kleine Zeitreise gemacht. Zum Glück musste ich dabei nicht, wie in Dark, durch dunkle Höhlen kriechen und brauchte dafür auch weder die TARDIS von Doctor Who noch die Waverider der Legends of Tomorrow – obwohl ich gegen einen Ausflug mit Captain Sara Lance natürlich nichts einzuwenden hätte. Ich legte einfach eine DVD ein und befand mich plötzlich wieder im Jahr 1997, in meiner Studentenbude in Göttingen, und auf meinem kleinen Röhrenfernseher outete Ellen DeGeneres sowohl sich selbst als auch ihre Serienfigur Ellen Morgan als lesbisch.

Über die Bedeutung von Ellens Coming-out auch für mich persönlich habe ich vor einiger Zeit schon mal einen Blogbeitrag geschrieben:

#ComingOutDay: Ellen Morgans Coming-out in der Fernsehserie “Ellen”

Zum Jubiläum habe ich mir nicht nur Ellens Coming-out-Interview mit Oprah Winfrey noch einmal angeschaut, sondern auch die berühmte Puppy Episode, also die Doppelfolge der Serie Ellen, in der Ellen Morgan erkennt, dass sie Frauen liebt. Und stellte fest, dass ich beides sogar 20 Jahre später noch stellenweise mitsprechen kann, weil ich es so oft gesehen habe. Ich konnte mich auch wieder sehr gut daran erinnern, wie ich mich damals gefühlt habe: total verwirrt, aber gleichzeitig wahnsinnig aufgeregt. Es war eine tolle Zeitreise, die mich in einer der wichtigsten Phasen meines Lebens zurückversetzt hat und zu einer der für mich wichtigsten Szenen in einer Fernsehserie.

Ellen – Susan, I’m gay.

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Mein Serienjahr 2017: Dark

Als bekennender und bekannter Serienjunkie bin ich meistens diejenige, die anderen bestimmte Serien ans Herz legt. In den letzten Wochen war es allerdings andersherum: Ein Kollege hat mich so lange bequatscht, bis ich außerplanmäßig die deutsche Netflix-Produktion Dark ganz oben auf meine Serienliste gesetzt und sie noch im Dezember “gebinged” habe.

Die Serie wollte ich zwar sowieso gucken, hatte sie aber gedanklich schon ins nächste Jahr verschoben. Nun kann ich sie aber immerhin noch in meinen “Ich schreibe über Serien”-Jahresendspurt aufnehmen. Und da hat sie sich einen Platz redlich verdient.

Im neuen Jahr schreibe ich vielleicht noch einen längeren Beitrag über Dark, im alten fasse ich mich kurz: Richtig gut gemacht und ich freue mich, dass es eine zweite Staffel geben wird.

DARK Trailer 2