“One Day at a Time” und “Killing Eve”: Meine Artikel für l-mag.de

Anfang vergangenen Jahres habe ich einige Artikel für den Online-Bereich der Zeitschrift L-MAG geschrieben, zwei davon über Serien: One Day at a Time und Killing Eve.

Damals habe ich vergessen, die Links hier zu posten. Jetzt gibt es einen tollen Grund, das nachzuholen: Laut L-MAG gehört mein Beitrag über One Day at a Time zu den drei meistgelesenen Online-Serientipps des Jahres! Der Artikel über Killing Eve hat es zwar nicht in die Top 3 geschafft, war aber auch sehr weit vorn mit dabei.

Hier sind deshalb jetzt mit etwas Verspätung die Links:

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Frohes neues Serienjahr 2020

Frohes neues Jahr!

Ich hoffe, dass ihr alle gut in 2020 angekommen seid und wünsche uns allen ein ganz tolles Jahr.

Auch 2020 wird sich in diesem Blog natürlich wieder alles um Serien drehen. Die Zahl an sehenswerten Produktionen bleibt, vor allem dank der wachsenden Zahl an Streaming-Diensten, hoch. Zu den bereits laufenden gesellt sich jedes Jahr eine Vielzahl neuer Serien und buhlt um die Aufmerksamkeit der Serienfans. In so einige Neuerscheinungen 2019 habe ich aus Zeitgründen noch gar nicht reingeschaut und schon stehen die ersten Serienstarts 2020 vor der Tür.

Die Qual der Wahl

Auch der größte Serienfan muss da zwangsläufig Abstriche machen. Meine Aufmerksamkeit richtet sich daher aktuell vor allem auf Serien, die in diesem Jahr mit neuen Folgen wiederkehren und weniger auf solche, die neu starten. In der Beziehung werde ich mich überraschen lassen und an den Reaktionen in den sozialen Netzwerken orientieren. Im vergangenen Jahr hat das z.B. mit Serien wie Sex Education, Unbelievable und Gentleman Jack gut funktioniert.

Außerdem muss auch immer noch genug Zeit dafür bleiben, Serien eine Chance geben zu können, die schon länger laufen, in die ich aber bisher noch nicht reingesehen habe. Ich bin gespannt, welche das 2020 sein werden. Anfang 2019 hätte ich z.B. nicht gedacht, dass die Serie Fleabag – von der ich zwar gehört, in die ich aber bis dahin nicht reingeschaut hatte – mein Serienhighlight Nr. 1 des Jahres werden würde.

Nun aber zu den Serien, von denen ich weiß, dass sie 2020 auf meiner Serienliste landen werden und auf die ich mich freue. Wie immer kann dies nur eine Auswahl sein und wahrscheinlich werden mir welche durchrutschen. Nachfragen und/oder Ergänzungen in den Kommentaren sind daher sehr willkommen.

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Mein Serienjahr 2019 – Eine Playlist

Mein Serienjahr 2019 war, wie schon die Vorjahre, voll mit vielem, was das Serienfanherz sich wünscht: Tollen neuen Serien, tollen neuen Folgen bereits laufender Serien sowie einzelnen Highlight-Szenen, die mich aus dem ein oder anderen Grund besonders angesprochen haben. Und eigentlich wollte ich auch in diesem Jahr wieder ganz viel darüber schreiben, wenigstens aber den üblichen Jahresrückblick. Aus verschiedenen Gründen hat das leider nicht geklappt.

Da ich das alte Serienjahr aber nicht ganz ohne alles verabschieden wollte, habe ich mich auf ein neues Territorium für diesen Blog gewagt: YouTube. Dort habe ich eine Playlist mit einigen meiner Serienhighlights zusammengestellt. Teilweise war es die Szene selbst, die mich beeindruckt hat, teilweise repräsentiert sie auch eine insgesamt tolle Serie. Auch ein paar Trailer und Zusammenschnitte sind dabei.

Für folgende Serien gibt es Clips auf der Liste:

Atypical, The Bold Type, Brooklyn Nine-Nine, Derry Girls, Fleabag, Gentleman Jack, The Good Place, Grey’s Anatomy, Lucifer, Legends of Tomorrow, One Day at a Time, Orange Is the New Black, Sex Education, Stranger Things, The Umbrella Academy und Unbelievable.

Viel Spaß beim Gucken und guten Rutsch! Ich hoffe, dass wir uns 2020 hier wiedersehen.

(Ach ja: Vorsicht, Spoiler!)

Seriennotizen – Highlights 2019 (YouTube)
 

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Queere Frauenfiguren in deutschen Serien: Huch, wo kommen die denn plötzlich her?

Frauen, die Frauen lieben, und das nicht nur als Episodenrollen, sondern als Neben- oder gar Hauptfiguren? Danach hat man in deutschen Serien in den letzten Jahren leider meistens vergeblich gesucht. Vor allem in den vergangenen Wochen zeichnet sich hier jedoch eine positive Entwicklung ab – Grund genug für etwas vorsichtigen Optimismus.

In aller Freundschaft: Rieke und Miriam
Ein Frauenpaar bei “In aller Freundschaft”? Zwischen Schwester Miriam (Christina Petersen, rechts) und Rieke (Liza Tschirner) hat es ziemlich gefunkt [Screenshot, Quelle: Das Erste]
In den vergangenen Jahren habe ich für meinen Blog Rosalie & Co. mehr oder weniger regelmäßig Übersichten erstellt, welche Frauenfiguren in deutschen Serien auch oder ausschließlich Frauen lieben und nicht nur Episodenrollen sind.

Während es beim ersten Beitrag 2012 gar nicht mal so wenige waren, hat die Zahl in den folgenden Jahren kontinuierlich abgenommen. Meinen Frust darüber habe ich mir 2016 von der Seele geschrieben. Der Beitrag erregte immerhin so viel Aufmerksamkeit, dass ich auch für die taz über die mangelnde Sichtbarkeit von LGBTQ* in deutschen Serien schreiben durfte. Geändert hat sich leider nichts, im Gegenteil.

Abschied von Liz und Tanja

Die Aussichten wurden noch düsterer, als letztes Jahr angekündigt wurde, dass gleich zwei Serien mit lesbischen Figuren in 2019 bzw. 2020 eingestellt werden würden: der Tatort aus Luzern mit der lesbischen Kommissarin Liz Ritschard und die Lindenstraße mit Tanja Schildknecht, eine der ersten lesbischen Serienfiguren im deutschen Fernsehen überhaupt, die dort aktuell in einer Beziehung mit der Transfrau Sunny ist. Nachdem im Sommer 2018 bereits Anni den Kolle-Kiez von GZSZ verlassen hatte, sah es damit so aus, als würden wir zukünftig beim Zählen nicht-heterosexueller Frauenfiguren in deutschen Serien sehr schnell fertig werden. Außer Kommissarin Vicky Adam aus der ARD-Vorabendserie Rentnercops und deren Frau, die in der Serie immer nur “Schatz” heißt, fielen mir nämlich keine mehr ein.

Ein bisschen Hoffnung setzte ich noch in die Netflix-Serie Dark. Dort hatte sich in der ersten Staffel eine lesbische Affäre zwischen Doris Tiedemann und Agnes Nielsen angedeutet. Und tatsächlich wurden Doris und Agnes in Staffel 2 als Liebespaar gezeigt. Allerdings wurde ihre Geschichte, wie bereits in Staffel 1, auch in den neuen Folgen nur sehr, sehr am Rand erzählt. Aber immerhin, besser als gar nichts.

Vorsichtiger Optimismus

Dennoch reichte das bisher nicht, um mich dazu zu bringen, in diesem Jahr einen Blogbeitrag über queere Frauenfiguren in deutschen Serien zu schreiben. Das hing nicht nur damit zusammen, dass ich generell in diesem Jahr noch nicht viel geschrieben habe. Ich hatte einfach grundsätzlich keine Lust mehr, immer und immer wieder darüber zu schreiben, dass ich gern mehr lesbische, bisexuelle, queere Frauen in deutschen Serien sehen würde, ohne Hoffnung zu haben, dass sich hier tatsächlich etwas tun würde. Denn diese Hoffnung, die ich 2010, als ich Rosalie & Co. online gestellt habe, noch hatte, ist in den vergangenen Jahren immer geringer geworden und mir irgendwann ganz abhanden gekommen.

Dass ich jetzt doch wieder über das Thema schreibe, hat einen auch für mich überraschenden Grund: Ich werde nämlich wieder ein wenig optimistischer.

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“Doctor Who”, “Hanna” & “A Discovery of Witches” – Mein Feedback zu den “Seriensprechstunde-Pilotenchecks”

Ulrike und Marco vom Podcast Die Seriensprechstunde haben sich in der gerade zu Ende gehenden dritten Staffel ein neues Format ausgedacht: Für den “Pilotencheck” haben sie jeweils die Pilotfolge einer neu anlaufenden Serie geguckt und dann kurz darüber gesprochen. Am Schluss der Folge haben sie dann jeweils entschieden, ob sie die Serie weitergucken würden oder nicht.

Zum Ende der Staffel haben sie jetzt ein Fazit gezogen, das man hier nachhören kann: S03E21 Seriensprechstunde – Pilotencheck-Fazit

Außerdem haben sie um Feedback der Hörerinnen und Hörer gebeten.

Meistens gebe ich meine Rückmeldungen zu den jeweiligen Folgen unmittelbar bei Twitter. Aber dieses Mal ist mir so viel eingefallen, dass selbst ein Twitter-Thread für mich nicht das passende Format zu sein schien. Deshalb gibt es jetzt also diesen Blogbeitrag.

First things first: Ich finde die Idee des Pilotenchecks super und auch die Länge der Folgen mit maximal 15 Minuten für mich genau richtig. Es reicht ja ein erster Eindruck und sehr viel mehr kann man meistens nach einer Folge ja noch nicht über eine Serie sagen.

Ich habe von den 10 Serien, zu denen die beiden Pilotenchecks veröffentlich haben, bisher aber nur drei gesehen, dafür dann aber auch jeweils die volle Staffel: Doctor Who Staffel 11, Hanna und A Discovery of Witches.

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Serien auf der Berlinale 2019

Erste Eindrücke von “Hanna”, “Bedrag III”, “8 Tage” und “False Flag II”

Ich war letzte Woche für einige Tage auf der Berlinale. Dort kommen ja inzwischen nicht nur Filmfans auf ihre Kosten, sondern auch Serienjunkies. Im Rahmen der Sektion „Berlinale Series“ sind seit 2015 auch Serien Teil des Berlinale-Programms. So feierte u.a. die deutsche Produktion 8 Tage am vergangenen Mittwoch ihre Weltpremiere im Zoo Palast.

8 Tage stand auch auf meiner Liste, daneben die neue britische Serie Hanna, die dritte Staffel der dänischen Serie Bedrag und die zweite Staffel von False Flag, einer Produktion aus Israel. Gezeigt wurden jeweils die ersten beiden Folgen, was mir aber durchaus für einen ersten Eindruck ausreichte und vor allem für die Entscheidung, welche dieser Serien ich weitergucken möchte. Hier sind meine Gedanken dazu.

Hanna

Hanna (Esmé Creed-Miles) lebt mit ihrem Vater (Joel Kinnaman, Altered Carbon) in einem Wald irgendwo in Osteuropa. Andere Menschen kennt sie nicht, ihr Vater hat sie völlig von der Außenwelt isoliert und ihr nicht nur das Jagen, sondern auch das Kämpfen und Töten beigebracht. Als die Menschen, vor denen Hannas Vater seine Tochter zu beschützen versucht, sie in ihrem Versteck aufspüren, müssen Vater und Tochter fliehen, werden auf der Flucht jedoch voneinander getrennt. Die 14jährige ist auf sich allein gestellt und muss sich auf eigene Faust zurechtfinden – in einer Welt, in der sie sich nicht auskennt, aber mit der Fähigkeit, sich selbst zu verteidigen. Ein Ziel hat ihr Vater ihr mitgegeben: Die Frau ausfindig zu machen, die ihre Mutter auf dem Gewissen hat, und sie zu töten.

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