Meine Serienwoche: Legends of Tomorrow, Emmynominierungen 2018 & mehr

Warum ich “Legends of Tomorrow” in dieser Woche auf Deutsch geguckt habe, einige Gedanken zu den Nominierungen für die Primetime Emmy Awards 2018 sowie jede Menge Links und Lesestoff.

Legends of Tomorrow

Seit Montag strahlt Pro7 MAXX die 3. Staffel von Legends auf Tomorrow aus. Ich hatte das auf Twitter und Facebook als Einschalt-Tipp gepostet, war aber eigentlich nicht davon ausgegangen, dass ich selbst einschalten würde: Zum einen, weil ich Serien grundsätzlich nicht so gern synchronisiert gucke, wenn ich sie im Original kenne. Und zum anderen, weil ich die Staffel schon gesehen habe und auch wenn ich sie richtig, richtig gut finde, gibt es derzeit so viele andere Serien, die auf meiner “Watchlist” stehen, dass für ein Rewatch eigentlich keine Zeit ist.

Eigentlich. Ich bin nämlich am Montag beim Zappen zufällig in die Folge reingeraten und prompt hängengeblieben. Ja, die deutschen Stimmen sind für mich gewöhnungsbedürftig, aber nicht so schlimm, wie ich das aus anderen Serien kenne. Und ja, es ist nicht alles richtig toll übersetzt, was bei einem gewissen Wortwitz aber zugegebenermaßen auch schwer ist. So wird aus “Sometimes we screw things up for the better”, dem Motto der Legends in Staffel 3, dann “Manchmal vergeigen wir’s und machen es dadurch trotzdem besser.” Nun ja.

Trotzdem fand ich die Folge sehr unterhaltsam. Ich habe mich über die Figuren gefreut, die mir nach mittlerweile drei Staffeln ans Herz gewachsen sind. Ich habe stellenweise laut gelacht. Und ich fand’s toll, die erste Begegnung zwischen Sara Lance und Ava Sharpe noch einmal zu sehen, nunmehr in dem Wissen, wie es mit den beiden weitergeht.

Eines der Dinge, die ich an der Serie Legends of Tomorrow besonders toll finde, ist die Figur Sara Lance und wie sie sich seit Staffel 1 entwickelt hat. Während sie in der ersten Staffel “nur” Teil des Teams war, ist sie inzwischen die Anführerin und in dieser Rolle auch unangefochten. Ihre Autorität wird von allen Teammitgliedern akzeptiert, die ihren Captain respektieren und unterstützen – nicht nur bei Missionen, sondern auch, wenn es um Herzensangelegenheiten geht. Wer mir bei Twitter oder auf Facebook folgt, weiß, dass ich Feuer und Flamme für die Liebesgeschichte bin, die in Staffel 3 erzählt wird. Und dass auch die Figuren in der Serie zu richtigen “Shippern” für das betreffende Paar werden, fand ich sehr originell und unterhaltsam.

Wer jetzt Lust bekommen hat, mal reinzuschauen: Die jeweils aktuelle Folge gibt es in der Mediathek von ProSiebenMaxx. Und hier sind noch zwei Links zu lesenswerten Artikel zur 3. Staffel (Vorsicht, Spoiler):

Außerdem gibt es einen ersten Trailer zu Staffel 4: DC’S LEGENDS OF TOMORROW Season 4 Comic-Con Trailer (HD)

Emmys 2018

Die Nominierungen für die Primetime Emmys 2018 wurden schon am 12. Juli bekanntgegeben, ich bin aber erst vor einigen Tagen dazu gekommen, mir die Liste mal in Ruhe anzuschauen. Es gibt Vieles, worüber mich freue, aber auch einige Enttäuschungen.

Zum Beispiel finde ich es sehr schade, dass es keine Nominierung für One Day at a Time gab. Insbesondere Justina Machado ist als Penelope Alvarez wirklich großartig. Die Folge, in der Penelope ihre Medikamente absetzt und deshalb einen massiven depressiven Schub bekommt, ist dafür ein sehr gutes Beispiel, aber nur eines von vielen. Zum Glück gibt es eine weitere Staffel und damit eine weitere Chance. Bei Tatiana Maslany hat es damals auch mehrere Staffeln gedauert, bis die Emmy-Wähler erkannt haben, wie großartig sie in Orphan Black ist.

Apropos Tatiana Maslany: Dass sie in der Kategorie “Lead Actress in a Drama Series” nominiert wurde, hat mich überrascht, weil die letzte Staffel von Orphan Black gefühlt schon vor einer Ewigkeit gelaufen ist, aber ich habe mich sehr darüber gefreut. Gefreut habe ich mich auch für Sandra Oh, obwohl ich Killing Eve immer noch nicht gesehen habe und gar nicht weiß, wie sie in der Serie spielt. Aber ich mag Sandra Oh und freue mich, dass sie nach Grey’s Anatomy wieder eine erfolgreiche Rolle hat.

Es gibt noch einige weitere Nominierungen für Serien bzw. Darsteller*innen, die ich gern sehe und für die ich mich freue. Dazu gehören The Marvelous Mrs. Maisel als beste Comedy, die Nominierungen für Evan Rachel Wood, Thandie Newton und Jeffrey Wright für Westworld – auch wenn ich mit der Staffel nichts anfangen kann, fand ich die schauspielerische Leistung großartig – sowie die Nominierungen für Millie Bobby Brown für Stranger Things und Ted Danson  für The Good Place. Und natürlich freue ich mich über jede Nominierung für Ellen DeGeneres für welchen Preis und welche Sendung auch immer. In diesem Fall ist sie für die Moderation ihrer neuen Game Show Ellens’s Game of Games nominiert.

Was mir ebenfalls positiv aufgefallen ist: Wie viele Frauen in diesem Jahr nominiert wurden, die offen damit umgehen, dass sie (auch) Frauen lieben, und zwar auch für Rollen, die nicht zwingend queer sind. Dazu gehören neben der schon genannten Evan Rachel Wood Samira Wiley (The Handmaid’s Tale), Lily Tomlin (Grace and Frankie), Sarah Paulson (American Horror Story: Cult), Kate McKinnon (Saturday Night Live), Wanda Sykes (Black-ish) und Jane Lynch, die sogar in zwei Kategorien Nominierungen erhalten hat (The Marvelous Mrs. Maisel, Hollywood Game Night).

Eine Liste der Nominierungen gibt es u.a. hier: Emmy Nominations: The Complete List | Variety

Und sonst noch:

Es ist zwar schon einige Wochen her, dass ich das Finale der 2. Staffel von Westworld gesehen habe, aber da ich hier schon öfter über die Staffel geschrieben habe, möchte ich es nicht unerwähnt lassen, zumal ich durch die Emmynominierungen wieder daran erinnert wurde. Bei Twitter habe ich die Folge so kommentiert: “Hä?” Tatsächlich fällt mir auch jetzt, wo sie ein wenig gesackt ist, nicht mehr dazu ein. Ich fand das Ende unbefriedigend, und zwar für alle Figuren, die mir ans Herz gewachsen sind. Ein Grund für meine Unzufriedenheit könnte mit dem zusammenhängen, was ich in einigen Kritiken gelesen habe und plausibel finde: Dass anscheinend keine Storyline jemals einen richtigen Abschluss findet, selbst wenn die Figuren, um die es geht, sterben, weil in dieser Serie irgendwie fast niemand wirklich endgültig tot ist.

Wovon ich dagegen begeistert bin, ist die 2. Staffel von The Good Fight. Weniger Maia, mehr Lucca, viel Marissa und vor allem eine schräge, aber sehr großartige Diane. Ich werde sicherlich noch etwas ausführlicher über diese Staffel schreiben, sobald ich sie zu Ende gesehen habe. In der Zwischenzeit empfehle ich diesen Beitrag von Ulrike Klode bei DWDL: “The Good Fight” hat sich zu einer kraftvollen Serie gemausert.

Wo ich aktuell ein bisschen hinterherhinke ist The Bold Type, sowohl beim Gucken als auch erst recht beim Schreiben der Recaps. Das wird tendenziell in den kommenden Wochen auch nicht besser: In Hamburg startet nämlich nächstes Wochenende die Pride Week. Und es gibt mindestens zwei weitere Serien, die ich gern gucke und die mit neuen Folgen locken: Wynonna Earp und Orange Is the New Black. Mal schauen, wie ich das unter einen Hut bringe.

Apropos Wynonna Earp: Gestern wurde im Rahmen der Comic-Con bekannt gegeben, dass die Serie um eine vierte Staffel verlängert wurde!

Und apropos Pride Week: Ich habe mir überlegt, dass ich nächste Woche aus diesem Anlass ein bisschen mehr über LGBTQ*-Figuren in Serien schreiben möchte. Stay tuned. 😉

Last but not least:

Aus Anlass der San Diego Comic Con wurde der erste Trailer für die 11. Staffel von Doctor Who veröffentlicht, mit Jodie Whittaker als neuer Hauptdarstellerin:

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