Neue Artikelserie: “Doctor Who”-Rewatch

Auch wenn es derzeit so viele gute Serien gibt, dass ich teilweise gar nicht weiß, wo ich mit dem Gucken anfangen soll, habe ich dennoch manchmal das Bedürfnis nach etwas Vertrautem, etwas, bei dem ich weiß, was mich erwartet. Dann gucke ich eine Serie, die ich bereits kenne, einfach noch einmal. Derzeit ist das bei mir die britische Serie Doctor Who.

Der Auslöser dieses “Rewatchs” war, dass die Serie, die in Deutschland leider immer noch ziemlich unbekannt ist, seit Anfang April beim öffentlich-rechtlichen Digitalsender ONE (ehemals einsfestival) ausgestrahlt wird und parallel dazu beim Online-Angebot FUNK im Original gestreamt werden kann.

Jede Menge Notizen

Das Tolle daran, wenn man etwas zum wiederholten Male guckt, ist, dass man teilweise Dinge sieht bzw. erkennt, die einem vorher nicht aufgefallen oder bewusst geworden sind oder deren Bedeutung erst in der Zusammenschau mit späteren Folgen deutlich wird. Beim nochmaligen Gucken von Doctor Who ging mir das von Anfang an so, weshalb ich begonnen habe, mir ein bisschen was dazu aufzuschreiben. Inzwischen habe ich umfangreiche Notizen zu allen Staffeln, die ich bisher noch einmal gesehen habe.

Deshalb habe ich mich entschieden, nicht alles in einen langen “Was ich an Doctor Who toll finde”-Blogbeitrag zu packen, sondern zu jeder Staffel gesondert etwas zu schreiben sowie einige übergreifende Beiträge, z.B. zu der häufig gestellten Frage, mit welcher Folge man als Neuling am besten mit dem Gucken anfangen sollte. Dieser Text dient als kurze Einführung zu den nachfolgenden Blogbeiträgen und enthält einige Erläuterungen für diejenigen, die die Serie nicht kennen. Vielleicht kann ich euch ja auf Doctor Who neugierig machen.

Wer oder was ist Doctor Who?

Doctor Who lief ursprünglich von 1963 bis 1989. In dieser Zeit wurden 26 Staffeln produziert. 2005 wagte man einen neuen Anlauf – mit Erfolg, denn in diesem Sommer lief in Großbritannien bereits die 10. “neue” Staffel, die Dreharbeiten zu Nr. 11 finden aktuell statt. Insgesamt gibt es inzwischen weit über 800 Episoden.

Ich habe Doctor Who 2014 entdeckt, dank diverser Streaming-Anbieter. Die erste Folge des “neuen“ Doctors hatte ich vorher schon einmal gesehen, damals ist die Flamme aber nicht sofort übergesprungen. In 2014 brannte es dann dafür umso heftiger, ich wurde schnell ein “Whovian”, wie Fans der Serie auch genannt werden.

Die Serie dreht sich um den Doctor, einen sogenannten Time Lord, wie die Bewohner des Planeten Gallifrey genannt werden, von dem der Doctor stammt. Nach einem verheerenden Krieg ist der Doctor der Letzte seiner Art.

Er reist mit einer Raum-Zeitmaschine namens TARDIS durch das Weltall und rettet wahlweise einzelne Individuen, ganze Planeten oder das gesamte Universum vor der Vernichtung. Die TARDIS kann sich mithilfe eines Tarnmechanismus an ihre Umgebung anpassen; dieser ist jedoch beschädigt, weshalb sie auf Dauer aussieht wie eine Polizei-Zelle aus den 1960er Jahren, allerdings nur von außen. Ein “running gag” der Serie ist der Satz “It’s bigger on the inside”, den Personen sagen, die zum ersten Mal in der TARDIS sind und feststellen, dass sie innen viel größer ist, als es von außen den Anschein macht.

Der Doctor ist zu Beginn der neuen Folgen bereits mehrere hundert Jahre alt, allerdings ist er nicht unsterblich. Wenn ein Time Lord stirbt, regeneniert er sich und bekommt einen neuen Körper und eine neue Persönlichkeit. So konnte die Figur des Doctors in der Serie über die Jahre hinweg von immer wieder neuen Schauspielern verkörpert werden. Aktuell wird der Doctor von Peter Capaldi gespielt, der im kommenden Weihnachtsspecial den Staffelstab jedoch an Jodie Whittaker übergeben wird, die erste Frau in dieser Rolle. Der Doctor reist meistens nicht allein, sondern mit wechselnden Begleiterinnen und Begleitern, den sogenannten “Companions”, in der Regel Menschen, die er auf einem seiner Besuche auf der Erde aufgabelt. Im Laufe der Zeit hat er sich zudem viele Feinde gemacht, die immer wieder auftauchen und ihm und seinen Companions das Leben schwer machen. Hierzu gehören die Daleks, die Cybermen und die weinenden Engel.

Soweit erst einmal die “Basics”. Im Beitrag zu Staffel 1 wird es u.a. um meine Anlaufschwierigkeiten gehen und wie ich dann schließlich doch zum “Doctor Who”-Fan wurde, außerdem um meine Lieblingsfolgen der Staffel.

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